Naturbrut oder Handaufzucht?

Vergesellschaftung mit anderen Tieren

Ich, die Lisa, erzähle Euch mal, wie das Zusammenleben mit anderen Tieren so ist.

Ich gehöre zu einer sehr verträglichen Art, die meist nichts gegen andere Tiere hat. Zum Einen weil ich ein kleiner Angsthase bin, zum Anderen weil ich ein „Dotscherl[1]“ bin und mir alles gefallen lasse.

Ich werde häufig zusammen mit Wellensittichen gehalten, da geht es mir aber oft nicht gut. Diese kleinen quirligen Frechdachse machen mir zu gerne das Leben schwer, in dem Sie mich z.B. am Schwanz ziehen oder von den Schlaf- und Futterplätzen vertreiben. Diese Gemeinschaftshaltung ist nur in großen Volieren mit vielen Rückzugsmöglichkeiten für mich empfehlenswert. Außerdem ist es von Vorteil, wenn wir Nymphen in der Überzahl sind – keine Angst, wir werden auch dann unseren Mitbewohnern nichts zu Leide tun.

Zur Gemeinschaftshaltung mit Agaporniden, Alexandersittichen oder sonstigen aggressiveren Arten rate ich Dir im eigenen Interesse dringend ab. Ein Zehchen von mir können die ganz schnell abbeißen.

Auch vor einer Gemeinschaftshaltung mit Hund, Katz, Maus oder Ratte kann ich nur warnen. Der Jagdinstinkt oder auch der Spieltrieb dieser Tiere kann bei einem zerbrechlichen Wesen wie mir zu schweren Verletzungen führen oder mir gar das Leben kosten.

Auch Meerschweinchen, Hase oder Hamster sollten nicht mit mir in einem Raum gehalten werden. Nicht wegen mir, sondern weil diese, wie auch Mäuse und Ratten, ein sehr gutes Gehör haben und ich Ihnen mit meiner kräftigen Stimme Schmerzen bereiten kann. Zudem sind diese Tiere nachtaktiv und ich bin am Tag unterwegs, da gibt es dann immer Störungen.

 

[1] Bayrisch, u.a. für gutmütigen Menschen, der sich ausnutzen lässt

 

 

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Auch wir sind Unzertrennliche und wollen nie alleine sein